Wasserkraftwerke Schweiz


In der Schweiz werden mit den 186  grössten Zentralen (> 10 MW installierte Turbinenleistung) rund 90% der zu erwartenden Produktion aus Wasserkraft abgedeckt. 

Anteile Leistung und Produktion nach Grössenklassen

Bei der Wasserkraft wird die 80:20-Regel zu einer 90:10-Regel. Die Leistungs- und Produktionsanteile sind wie folgt nach Grössenklassen der Zentralen verteilt (Stand: 1.1.2016):

Anzahl
Zentralen
Grössenklasse
nach Leistung
Leistung
(ab Turb.) 

Anteil
Produktion
(Erwartung)
Anteil
186 > 10 MW 13'595 MW 93.6%  32'734 GWh 89.9%
230 1 - 10 MW  752 MW 5.2% 2'886 GWh 7.9%
221  0.3 - 1 MW 119 MW 0.8% 554 GWh 1.5% 
715 < 0.3 MW    55 MW 0.4% 235 GWh 0.6%
1'352   14'521 MW   36'409 GWh  

Quelle: Eigene Auswertung SWV mit Daten BFE, Mai 2016
Mittl. Produktionserwartung ohne Umwälzbetrieb, nur CH-Hoheitsanteile
Zahlen für Zentralen < 0.3 MW gemäss HKNS  2015

Die 417   Zentralen der ersten beiden Grössenklassen > 1 MW liefern zusammen 98% der zu erwartenden Produktion aus Wasserkraft; die 638  Zentralen der ersten drei Grössenklassen > 0.3 MW liefern zusammen 99.4%. In der pro Einzugsgebiet abgebildeten Statistik (vgl. Darstellung der Daten mit den Tabellen in rechter Seitenspalte oben) sind diese Zentralen detailliert ausgewiesen. 

    Schwankungen tatsächliche Jahresproduktion

    Zu beachten ist, dass die tatsächliche Jahresproduktion bei der Wasserkraft je nach Niederschlägen, Abflüssen und Speicherbewirtschaftung erheblichen Schwankungen von ± 20% unterworfen ist. Nebenstehende Graphik illustriert die Entwicklung der Stromproduktion von Schweizer Wasserkraftwerken in TWh und  verdeutlicht: 

    • die aufgrund des Zubaus gestiegene mittlere Produktionserwartung (rote Linie)
    • die wetter- und speicherbedingten Schwankungen der tatsächlichen Jahresproduktion (blaue Linie), sowie
    • die nach Bereinigung mit Kapazität resultierende Mehr-/Minderproduktion pro Jahr sowie der Trend (grüne und schwarze Linie) 

    Die mit der installierten Kapazität bereinigte Analyse zeigt einen wohl klimabedingten Trend zu steigender Produktion. 

    Schwankungen der 
     Jahresproduktion 1950-2014

    Quelle: Eigene Darstellung nach P. Hänggi 2013, mit Daten BFE 2015

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