Faktenblatt zur Wirtschaftlichkeit der Wasserkraft (13.06.16)

Aufgrund der anhaltend tiefen Strommarktpreise produzieren die meisten Wasserkraftwerke der Schweiz mit Verlusten. Das ist   eine mittlerweile existenzielle Herausforderung für den energiepolitischen Trumpf der Schweiz.  In einem neuen Faktenblatt  sind die wichtigsten Zusammenhänge  dargelegt. 

Die Wasserkraft  gehört zu den kostengünstigsten Stromquellen überhaupt. Sie ist aber   geprägt durch hohe Investitionen und lange Amortisationsdauern. Die Wasserkraft ist deshalb in besonderem Masse  auf langfristig stabile Rahmenbedingungen und ausreichende Erträge angewiesen – zwei Voraussetzungen, die zur Zeit nicht gegeben sind .  Charakteristisch sind zudem hohe Kapitalkosten und – namentlich  in der Schweiz – steigende öffentliche Abgaben. Die eigentlichen Betriebskosten  machen heute  nur noch rund einen Viertel der  Gestehungskosten aus, was   die Kostensenkungsoptionen für die Betreiber stark einschränkt.

Die massiven Martkverzerrungen führen zu  jährlichen Verlusten in der Grössenordnung von   einer Milliarde Schweizer Franken.   Das  schadet  selbstredend dem Substanzerhalt der Wasserkraft, beschert  der öffentlichen Hand als Eigentümerin gewaltige Wertverluste, schwächt   die Einkommensbasis der Konzessionäre sowie der Wasserkraftkantone   und -gemeinden und gefährdet   Arbeitsplätze. Mittelfristig stellt diese Entwicklung die Versorgungssicherheit der Schweiz in Frage.

Das neue wie auch die weiteren aktualisierten Faktenblätter können von der Webseite heruntergeladen werden (siehe Link).

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