Leichter Zuwachs an Wasserkraftanlagen im 2013 (30.04.14)

Gemäss der vom Bundesamt für Energie BFE geführten Statistik zu den Wasserkraftanlagen der Schweiz WASTA (Zentralen mit installierter Leistung > 0.3 MW) ist per 1.1.2014 ein leichter Leistungszuwachs sowie Anstieg der Produktionserwartung aus Wasserkraft zu verzeichnen. 

Im 2013 wurden 14 Zentralen neu in Betrieb gesetzt (10 davon < 1 MW, 4 zwischen 1 und 10 MW) und 3 Umbauten fertig. Mit einem Leistungszuwachs von 22 MW und unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen beträgt die gesamte Leistung der Wasserkraft der Schweiz damit neu 13‘816 MW (ab Generator, inkl. Schätzung für die Anlagen < 0.3 MW). Die Produktionserwartung steigerte sich netto um 76 GWh/a und erreicht ebenfalls nach Wertberichtigungen neu 36’103 GWh/a (inkl. Schätzung für die Anlagen < 0.3 MW). Mit einem Beitrag von je knapp über 10 GWh/a dominierend sind dabei die neu in Betrieb gesetzten Zentralen Lüen (Sagenbach) und Walibach (Walibach) sowie der Zuwachs des Schweizer Anteils nach dem Umbau des Flusskraftwerks Chancy-Pougny (Rhône) bei Genf.

Im Berichtsjahr 2013 weiterhin oder neu im Bau befanden sich 31 Zentralen, davon 25 Neu- und 6 Umbauten. Das sind zum einen weiterhin die zwei neuen grossen Pumpspeicherwerke Linth-Limmern und Nant de Drance sowie die Erweiterung des Pumpspeicherwerkes Hongrin-Léman, die ab ca. 2015 bis 2017 der Schweiz einen enormen Leistungszuwachs von rund 2100 GW bringen werden. Zum anderen beinhaltet der laufende Zubau verschiedene Lauf- und Speicherwerke, die in den nächsten paar Jahren einen Leistungszuwachs von 90 MW bzw. einen mittleren Produktionszuwachs von 290 GWh/a erwarten lassen (ohne Bereinigung mit allfälligen Verlusten aus neuen Restwasserdotierungen). Die grössten Beiträge sind bis 2015/2016 von den Erneuerungen der Kraftwerke Hagneck, Rüchlig und Russein zu erwarten. Mit jeweils mehr als 10 GWh/a relevante Beiträge liefern dann auch die neuen Zentralen Mitlödi (Föhnen/Sool), Laubegg (Garstatt), Jungbach (St. Niklaus), Lavin (Prà da Plaiv) und Tasnan (Unterengadin).

Die tatsächliche hydroelektrische Produktion betrug im Jahr 2013 gemäss Daten des BFE total 39‘572 GWh (Vorjahr 39‘906 GWh) bzw. nach Abzug der Pumpenergie 37‘440 GWh (Vorjahr: 37‘495 GWh). Die Wasserkraftanlagen der Schweiz erzeugten damit nur 0.8% weniger Elektrizität als im Vorjahr (Speicherkraftwerke -1,2%, Laufkraftwerke -0,4%), welches nach den wasserreichen Jahren 1999 und 2001 als dritthöchstes Produktionsergebnis der Wasserkraft Schweiz einging. Im Sommer 2013 sank die Produktion der Wasserkraftwerke um 4,1%, in den beiden Winterquartalen 2013 ergab sich aber eine Produktionszunahme von 3,6%. Insgesamt lieferten die Wasserkraftanlagen wiederum hohe 58% (Vorjahr: 59%) an die Gesamterzeugung der Schweiz. Die wiederum überdurchschnittliche Produktion liegt im Rahmen der wetterbedingt möglichen Schwankungen von ± 20%.

Die Statistik kann im Original auf der Webseite des BFE heruntergeladen werden und ist für Anlagen > 1 MW auch auf der Webseite des SWV zusammengestellt und ausgewertet. Eine Zusammenfassung von Witterung und hydroelektrischer Produktion kann dem Jahresbericht 2013 des SWV entnommen werden, der mit der nächsten Ausgabe von „Wasser Energie Luft“ und dann auch auf der Webseite publiziert wird.

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