Schlussbericht Forschungsprojekt Fischabstieg (09.03.15)

Das vom Verband Aare-Rheinwerke (VAR) initiierte Forschungsprojekt zum schonenden Fischabstieg bei grösseren Wasserkraftwerken ist inzwischen abgeschlossen. Ziel der als Dissertation an der ETHZ durchgeführten Arbeit war es, umsetzbare Massnahmen zu untersuchen, welche die Nutzung der Wasserkraft nicht schmälern.

Gegenstand der Untersuchungen waren mechanische Verhaltensbarrieren, sogenannte Fischleitrechen, mit deren Hilfe stromabwärts migrierende Fische über Bypässe um grosse Niederdruck-Wasserkraftanlagen geführt werden sollen. Im Rahmen der mittlerweile abgeschlossenen Arbeit wurde ein Bemessungs-vorschlag zur Ermittlung der durch Leitrechen verursachten Fallhöhenverluste, ihre Auswirkunken auf den Kraftwerksbetrieb und die Effizienz der Leitwirkung für einheimische Fischarten erarbeitet.

Das Forschungsprojekt hat auf Stufe Labor interessante Resultate geliefert. Die Arbeiten haben aber vor allem auch gezeigt, dass wir noch sehr wenig wissen. Und dass wir noch sehr weit von einem technischen Standard für grosse Flusskraftwerke entfernt sind. Es braucht mehr Forschung: zum Fischverhalten und zu umsetzbaren Lösungen, welche die Nutzung der Wasserkraft als wichtigste erneuerbare Energiequelle der Schweiz nicht schmälern.

Der Schlussbericht des Projektes ist als VAW-Mitteilung Nr. 230 (Leitrechen an Fischabstiegsanlagen – Hydraulik und fischbiologische Effizienz) und als zusammenfassender Fachartikel im WEL 1/2015 publiziert. Beide Dokumente können über untenstehenden Link heruntergeladen werden.

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