Wichtigste Bestimmungen revidiertes Energiegesetz (13.11.17)

Der Bundesrat hat  das totalrevidierte Energiegesetz inklusive sämtlicher Verordnungen per 1.1.2018 in Kraft gesetzt. Der SWV hat die wichtigsten für die Wasserkraft geltenden neuen Bestimmungen aus der Energieverordnung (EnV) und der neuen Energieförderverordnung (EnFV) zusammengefasst.

Für die Wasserkraft ergeben sich aus dem neuen Energiegesetz diverse Veränderungen, die mit den revidierten Verordnungen nun konkretisiert sind. Neben neuen Bedingungen bzgl. Vergütungsdauer und -sätzen für die Förderung von Kleinwasserkraftwerken < 10 MW mittels kostendeckender Einspeisevergütung  (KEV) sind das vor allem die folgenden drei neuen Bestimmungen:

  • Nationales Interesse: Als Schwellenwerte gelten eine mittlere    Jahresproduktion von 10 GWh (bzw. 5 GWh und    400 Std. Stauinhalt) für bestehende Anlagen nach Erweiterung bzw. 20 GWh (bzw. 10 GWh und 800 Std. Stauinhalt) für neue Anlagen.
  • Investitionsbeiträge:   Für nicht-amortisierbare Kosten bei  Neuanlagen und erheblichen Erweiterungen > 10 MW höchstens 35% bzw. für erhebliche Erweiterungen von Anlagen < 10 MW höchstens 40% der Investitionskosten (Gesuche nur mit Baubewilligung oder Baureife, Zuteilung im Zweijahresrythmus, 1. Stichtag: 30.6.2018, Prioisierung nach Mehrproduktion).
  • Marktprämie: Für ungedeckte Gestehungskosten  von max. 1 Rp./kWh   zu Gunsten der  das Risiko tragenden Anspruchsberechtigten  nach folgender Reihenfolge: 1. Betreiber, 2 . Aktionäre, 3. EVUs (Gesuchseinreichung jeweils per 31.5. für das Vorjahr,  erstmals mit Zahlen 2017 per 31.5.2018).

Die Zusammenfassung der wichtigsten Definitionen und Kriterien für die neuen Bestimmungen kann als pdf-Dokument     über untenstehenden Link von der   Webseite heruntergeladen werden (Dokumentation > Diverse Dokumente).

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