Wasserkraftproduktion mit leichtem Zuwachs (03.05.18)

Gemäss der Statistik zu den Wasserkraftanlagen der Schweiz (WASTA) ist per 1.1.2018 ein leichter Zuwachs an Produktionsanlagen zu verzeichnen. Die tatsächliche Produktion deckte im vergangenem Jahr rund 60% der Landeserzeugung.

 

Insgesamt wurden 27 Wasserkraftzentralen nach Neubau bzw. Umbauin Betrieb gesetzt. Bezüglich Leistungszuwachs erwähnenswert ist vor allem die letzte

Teilinbetriebnahme des Pumpspeicherwerks Linth-Limmern (Glarus). Bezüglich Zuwachs an Produktionserwartung im Vordergrund sind  3 neue Zentralen, welche zusammen mehr als die Hälfte beisteuern, namentlich: St. Joseph (Obersaxen), Cotlan-Rüti (Glarus Süd) und Spiggenbach (Reichenbach).   Zu erwähnen sind  auch Stilllegungen von 7 Zentralen, wie beispielsweise diejenigen von Bondo (Felssturz) und Muttsee (Inbetriebnahme Pumpspeicherwerk) sowie Wertberichtigungen bei diversen Zentralen (Restwasserdotierungen oder Anpassungen an der Kraftwerksanlage).

Mit den Inbetriebnahmen steigerte sich die installierte Leistung aller Wasserkraftzentralen der Schweiz um netto 545 MW auf 15‘354 MW und die mittlere Produktionserwartung um 63 GWh/J auf neu 36‘327 GWh/J (ab Generator, ohne Umwälzbetrieb, nur Schweizer Hoheitsanteil, ohne Beitrag Kleinstanlagen < 0.3 MW von rund 200    GWh/J). Mit einem Netto-Zubau in der Grössenordnung des vergangenen Jahres könnte der gemäss neuem Energiegesetz für das Jahr 2035 angestrebte Richtwert einer Wasserkraftproduktion von 37‘400 GWh/J in etwa erreicht werden; das setzt allerdings voraus, dass der effektive Zubau an Wasserkraft die Energieminderproduktion aufgrund von Restwasserbestimmungen oder Stilllegungen um den entsprechenden Betrag übersteigt.

Die tatsächliche hydroelektrische Produktion der Zentralen > 0.3 MW betrug im Kalenderjahr 2017 gemäss Daten des BFE  total 36’666 GWh (Vorjahr: 36’326 GWh). Die Wasserkraftanlagen lieferten damit im vergangenen Jahr rund 60% der Landeserzeugung der Schweiz (vor Abzug des Verbrauchs Speicherpumpen).

Die vollständige Statistik kann auf der Webseite des BFE heruntergeladen werden. Wesentliche  Zahlen sind aber  auch  auf  der Webseite des SWV ausgewertet  (vgl. Link).

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