Sinkende Ersatzinvestitionen in die Wasserkraft (05.06.18)

Jährlich bedarf es Ersatzinvestitionen in die bestehenden Wasserkraftanlagen von rund CHF 480 Millionen. Dieser Betrag wurde mit einer SWV-eigenen Datenerhebung ermittelt. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung deutlich sinkende Investitionen.

 

Gestützt auf die Datenerhebung kann der durchschnittliche jährliche Bedarf an Investitionen  in den Substanzerhalt der Schweizer  Wasserkraft  abgeschätzt werden. Er bettet sich plausibel in den durch  die Top-down-Ansätze der Buchwert- und Wiederbeschaffungswertmethode  abgesteckten Bereich und liegt bei rund CHF 200 Mio. für Laufwasser- und  CHF 280 Mio. für Speicherkraftwerke. Insgesamt sind pro Jahr durchschnittlich also CHF 480 Mio. Ersatzinvestitionen in die Wasserkraft notwendig.

Bei gleichbleibenden Kosten dürften die aktuell erwarteten  Erträge am Markt und die Zusatzerträge  durch Systemdienstleistungen bis  mindestens  2025 nicht genügen, um eine ausreichende Eigenkapitalverzinsung  zu erzielen. Deshalb ist  davon auszugehen, dass von den am Markt stehenden Wasserkraftproduzenten weiterhin nur die dringendst notwendigen Ersatzinvestitionen  ausgelöst  werden. Können die durchschnittlichen Ersatzinvestitionen aber über zu lange Zeit nicht getätigt werden,  führt dies zwangsläufig zu einem Verlust der Substanz der Schweizer Wasserkraftwerke und erhöhtem Ausfallrisiko.

Der vollständige Bericht zur Untersuchung wurde als Fachartikel in «Wasser Energie Luft», Ausgabe 2/2018, publiziert und kann über die Webseite des SWV heruntergeladen werden.

©  Schweizerischer Wasserwirtschaftsverband | Impressum | Kontakt